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Recht auf Nahrung

Das Recht auf angemessene und ausreichende Nahrung, wie es im Sozialpakt über die wirtschaftlich sozialen und kulturellen Rechte von 1966 unter Artikel 11 beschrieben wird, kann im Kontext Entwicklungspolitik und –zusammenarbeit einen menschenrechtlichen Ansatz verankern, der im Sinne der Schaffung menschenwürdiger Lebensbedingungen für alle und Armutsbekämpfung eine grundlegende Qualifizierung bedeutet. Für Justitia et Pax ist dieses Recht Ausgangspunkt der Arbeit an den Fragen der Ernährungssicherheit, Energieversorgung, Marktgerechtigkeit und nachhaltigen Lebens. Das Recht auf Nahrung ermöglicht den Brückenschlag zwischen bäuerlichen Strukturen und Konsummustern in Nord und Süd. Die Konzepte von „ländlicher Entwicklung“ im Süden und „multifunktionaler Landwirtschaft“ bzw. „nachhaltigen Konsums“ im Norden sind kompatibel, wenn beide eine einseitige Exportorientierung überwinden, lokale und regionale Bezüge wieder stärker herausstellen und so auch den ökologischen und beschäftigungsfördernden Erfordernissen Rechnung tragen.

Eine Grundlage der Diskussion ist das gemeinsame Positionspapier aus dem Jahr 2005 von Justitia et Pax, der Katholischen Landvolkbewegung und der Katholischen Landjugendbewegung. Einen weiteren Schritt in diese Richtung beschreibt die Dokumentation „Ernährungssicherheit und Energieversorgung" zwischen Eigeninteresse und globaler Gerechtigkeit, die die Ergebnisse einer internationalen Expertenkonferenz im Anschluss an eine Exposure- und Dialogprogramm in Uganda und Sambia, das im März/April 2009 stattfand, vorstellt.

Publikation „Agrarhandel als Testfall für gerechte Welthandelbedingungen"
Publikation „Ernährungssicherung und Energieversorgung zwischen Eigeninteressen und globaler Gerechtigkeit"
Publikation „Food Security and Energy Supply between Self-Interest and Global Justice"

Aktuelles

  • Ein Zwischenruf-Interview des Luxemburger Erzbischofs Jean-Claude Hollerich

    Mit sieben Zwischenrufen auf katholisch.de schaltet sich "Justitia et Pax" in die Debatte vor der Wahl ein. Im zweiten Beitrag kommt der Erzbischof von Luxemburg zu Wort. Jean-Claude Hollerich ist seit 2014 Präsident der Konferenz der Europäischen Justitia-et-Pax-Kommissionen, die ihre Konzertierte Aktion 2017 unter das Motto „Europa am Scheideweg“ gestellt haben.

  • Internationaler Workshop zum Umgang mit gewaltbelasteter Geschichte in Kolumbien

    Vom 20. -24. März 2017 fand der gemeinsam von der kolumbianischen Bischofskonferenz, der Nationalen Versöhnungskommission, der AGEH und Justitia et Pax veranstaltete Workshop zum Umgang mit der gewaltbelasteten Geschichte Kolumbiens statt. An dem Workshop nehmen Vertreter der kirchlichen Friedens- und Versöhnungsarbeit aus Bosnien, Burundi, Deutschland, Guatemala, Irland, Kenia, Kolumbien, Liberia, Ost-Timor, Simbabwe, Spanien, Sri Lanka, Süd-Sudan, Ukraine und Vietnam teil.

  • Dokumentation des Workshops: Migrant Work to Home Work

    Im Anschluss an ein Exposureprogramm in Gujarat und Rajasthan zu informeller Arbeit entlang der globalen Baumwollwertschöpfungskette fand am 10. Februar 2017 in New Delhi ein Workshop mit Akteuren aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen statt. Der Workshop fand in Kooperation mit dem Indian Social Institut, der Self Employed Womens‘ Association, Prayas Centre for Labour Research and Action und natürlich dem EDP e.V. statt.

  • Das Gemeinwohl zuerst - weltweit - Justitia et Pax ZWISCHENRUFE im Wahljahr 2017

    "In sieben Zwischenrufen für eine gemeinwohlorientierte Politik wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf die großen Herausforderungen in Deutschland, in Europa und weltweit lenken." So kündigt Bischof Dr. Stephan Ackermann, Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, gemeinsam mit Prof. DDr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) heute die Initiative zum Wahljahr 2017 an.

  • Auswertung zu 25 Jahre GKKE Pharmadialog veröffentlicht

    Der Auswertungsbericht zum GKKE Pharmadialog ist mit Beiträgen zur kritischen Reflexion als Heft 65 der GKKE-Schriftenreihe erschienen. Der Autor, Privatdozent Dr. Walter Bruchhausen, beschreibt die Entwicklung von Themen- und Arbeitsfeldern sowie die Durchführung und Auswirkungen der gemeinsamen Vorhaben. Außerdem analysiert er Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren sowie „Lessons learned“.

www.justpax.va
www.jupax-europa.org
www.exposure-dialog.de
www.gkke.org