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Post - 2015 Agenda / Agenda 2030

Bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen stehen die Beratungen zur internationalen Entwicklungszusammenarbeit nach 2015 auf der Tagesordnung. Justitia et Pax plädiert dafür, die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung und die Fortführung der Millenniumsentwicklungsziele mit den Menschenrechten auf gemeinsame und verbindliche Grundlagen zu stellen. Die Krisen der vergangenen Jahre gefährden eine positive Entwicklung bei der Armutsbekämpfung, da sie fundamentale Rechte der Armen verletzen. Die Ursachen der aktuellen Krisen, aber auch die Auswirkungen stehen in einem Zusammenhang, der zur Lösungsfindung zusammengedacht werden muss. Die Anpassung an den Klimawandel z.B. und die Behebung des wirtschaftlichen Einbruchs wird ohne die Rückbesinnung auf eine gesunde ländliche Entwicklung, den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen, die soziale Sicherung der Betroffenen nicht dazu führen, dass die Grundlagen für eine nachhaltige Nahrungsmittel- und Energieversorgung erhalten und der soziale Frieden gewahrt bleiben. Eine Beteiligung aller, gerade auch von Gruppen aus Entwicklungs- und Schwellenländern, an der Erarbeitung der Ziele ist erforderlich. Es gibt durchaus Konzepte von Gemeinwohlorientierung oder nachhaltigen Lebensstilen. Die Aufnahme des Unterziels Menschenwürdige Arbeit in die Millenniumsentwicklungsziele hat bis 2007 gedauert. Für die Post 2015 Agenda ist die Chance, das globale Ziel menschenwürdige Arbeit und Soziale Sicherung als eigenständiges und prioritäres Ziel zu verankern, weitaus größer.

Durch die Zusammenarbeit mit katholischen Organisationen – insbesondere Kolping international, die Konsultativstatus bei den Vereinten Nationen haben, bringt sich Justitia et Pax in die Debatte um die Post- 2015 Agenda ein. Justitia et Pax arbeitet mit internationalen Katholischen Organisationen wie Kolping international, Caritas internationalis, der Weltbewegung christlicher Arbeiter (WBCA), den internationalen Arbeiterjugendorganisationen CIJOC und JOCI, der internationalen christlichen Arbeitgebervereinigung UNIAPAC, der internationalen katholischen Migrationskommission (ICMC) und pax romana zusammen, um dieses Ziel ‚Menschenwürdige Arbeit und soziale Sicherung‘ für alle in der post-2015 Agenda zu befördern und auch die Arbeit der ILO in diesem Bereich zu unterstützen.

Diskussionsbeitrag der deutschen Kommission Justitia et Pax
Statement of Catholic-Inspired Organizations on Decent Work
Road Map - Vorgehen
Road Map - Way forward
Feuille de route
Hoja de Ruta
INFOR Brief der WBCA (siehe S.15 u. S.18/19)
Report Global Seminar

Aktuelles

  • Vorrang für Menschenwürdige Arbeit in Globalen Wertschöpfungsketten

    Fachgespräch anlässlich des 50 Jährigen Bestehens von Justitia et Pax

  • Menschenwürdige Arbeit ist ein Menschenrecht – Kirche und Gewerkschaften fordern konkrete Zusagen im Koalitionsvertrag

    Zum "Welttag für menschenwürdige Arbeit" - Aachen/ Bonn/ Köln/ Berlin 5.10.2017. Anlässlich des Welttags für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober fordern der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), MISEREOR, die Deutsche Kommission Justitia et Pax, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands, das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat und Kolping International die künftigen Regierungsparteien auf, im Koalitionsvertrag konkrete Schritte zur Sicherung der Menschenwürde in der Wirtschaft hierzulande und weltweit zu vereinbaren. Soziale Rechte müssten Priorität haben und dürften von der künftigen Regierung nicht in Frage gestellt werden.

  • Konsultation zum UN Global Compact on Migration in Genf Justitia et Pax zu Menschenwürdiger Arbeit und Mobilität

    In der 6. Thematischen Konsultation zum Global Compact on Migration, in der es um Menschenwürdige Arbeit und Mobiltät ging, brachte Hildegard Hagemann, Justitia et Pax Referentin für den Sachbereich Entwicklung am 12./13. Okt. in Genf einen Redebeitrag für das Südwind Institut ein.

  • Postwertzeichen „50 Jahre Justitia et Pax“

    Das Bundesministerium der Finanzen gibt im Oktober 2017 das Sonder­postwertzeichen „50 Jahre Justitia et Pax“ heraus. Es hat einen Wert von 1,45 Euro und ist ab dem 12. Oktober 2017, in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich. Das Sonderpostwertzeichen wurde von Professor Peter Krüll, Kranzberg, gestaltet.

  • 50 Jahre Justitia et Pax

    Bei einem Festakt am 19. Oktober 2017 in Berlin erinnerte der Vorsitzende von Justitia et Pax, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier) an die Gründung der Deutschen Kommission Justitia et Pax vor 50 Jahren und an die Enzyklika Populorum Progressio von Papst Paul VI., die 1967 zur Gründung von Justitia et Pax-Kommissionen weltweit führte. „Dieses Dokument war damals ein aufrüttelndes Schreiben gegen Ungerechtigkeit und für eine solidarische Entwicklung der Menschheit, die sich am globalen Gemeinwohl orientiert. Diesem Programm fühlt sich unsere Kommission bis heute verpflichtet“, so Bischof Ackermann. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, würdigte den Einsatz von Justitia et Pax weltweit.

www.justpax.va
www.jupax-europa.org
www.exposure-dialog.de
www.gkke.org