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Friedensethik / Kirchliche Friedenslehre

Die kirchliche Friedenslehre ist ein auf lange Sicht angelegter Lernprozess, in dem historische Erfahrungen im Lichte des Evangeliums sowie der kirchlichen Tradition interpretiert werden. Die in diesem Zusammenhang entwickelten Einsichten und Handlungsmuster werden immer wieder überprüft. Sie werden anhand neuer Erfahrungen, wie z.B. nach dem Ende der Blockkonfrontation oder nach dem 11. September 2001, aktualisiert und vertieft. Dabei wird manche zeitbedingte Idee auf ihre angemessenen Maße zurückgeführt. Wir verstehen unsere Arbeit als einen Beitrag zu diesem Lernprozess.

Die Friedenslehre wendet die in ihr geborgenen Erfahrungen auf die nach Zeit und Ort verschiedenen, ständigem Wechsel unterliegenden Verhältnisse an. Die Friedenslehre der Kirche entsteht nicht als ein ´wissenschaftliches System´, das ein systematisch denkender Kopf ausdenkt und in einem alles umfassenden Lehrbuch niederlegt. Die Friedenslehre der Kirche erwächst geschichtlich aus dem, was das gesellschaftliche Leben an Fragen, insbesondere an Streitfragen aufwirft, und was es an Nöten und Ungerechtigkeiten erzeugt.

Aktuelles

  • Ein Zwischenruf-Interview des Luxemburger Erzbischofs Jean-Claude Hollerich

    Mit sieben Zwischenrufen auf katholisch.de schaltet sich "Justitia et Pax" in die Debatte vor der Wahl ein. Im zweiten Beitrag kommt der Erzbischof von Luxemburg zu Wort. Jean-Claude Hollerich ist seit 2014 Präsident der Konferenz der Europäischen Justitia-et-Pax-Kommissionen, die ihre Konzertierte Aktion 2017 unter das Motto „Europa am Scheideweg“ gestellt haben.

  • Internationaler Workshop zum Umgang mit gewaltbelasteter Geschichte in Kolumbien

    Vom 20. -24. März 2017 fand der gemeinsam von der kolumbianischen Bischofskonferenz, der Nationalen Versöhnungskommission, der AGEH und Justitia et Pax veranstaltete Workshop zum Umgang mit der gewaltbelasteten Geschichte Kolumbiens statt. An dem Workshop nehmen Vertreter der kirchlichen Friedens- und Versöhnungsarbeit aus Bosnien, Burundi, Deutschland, Guatemala, Irland, Kenia, Kolumbien, Liberia, Ost-Timor, Simbabwe, Spanien, Sri Lanka, Süd-Sudan, Ukraine und Vietnam teil.

  • Dokumentation des Workshops: Migrant Work to Home Work

    Im Anschluss an ein Exposureprogramm in Gujarat und Rajasthan zu informeller Arbeit entlang der globalen Baumwollwertschöpfungskette fand am 10. Februar 2017 in New Delhi ein Workshop mit Akteuren aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen statt. Der Workshop fand in Kooperation mit dem Indian Social Institut, der Self Employed Womens‘ Association, Prayas Centre for Labour Research and Action und natürlich dem EDP e.V. statt.

  • Das Gemeinwohl zuerst - weltweit - Justitia et Pax ZWISCHENRUFE im Wahljahr 2017

    "In sieben Zwischenrufen für eine gemeinwohlorientierte Politik wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf die großen Herausforderungen in Deutschland, in Europa und weltweit lenken." So kündigt Bischof Dr. Stephan Ackermann, Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, gemeinsam mit Prof. DDr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) heute die Initiative zum Wahljahr 2017 an.

  • Auswertung zu 25 Jahre GKKE Pharmadialog veröffentlicht

    Der Auswertungsbericht zum GKKE Pharmadialog ist mit Beiträgen zur kritischen Reflexion als Heft 65 der GKKE-Schriftenreihe erschienen. Der Autor, Privatdozent Dr. Walter Bruchhausen, beschreibt die Entwicklung von Themen- und Arbeitsfeldern sowie die Durchführung und Auswirkungen der gemeinsamen Vorhaben. Außerdem analysiert er Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren sowie „Lessons learned“.

www.justpax.va
www.jupax-europa.org
www.exposure-dialog.de
www.gkke.org